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Markus Adam im Interview
Montag, den 02. Januar 2012 um 10:55 Uhr

 

 

Challenge-Magazin.com-Interview mit Markus Adam +++


In der vergangenen Saison betrat das Merkur Cycling Team erfolgreich die Jedermannszene. Neben zahlreichen Saisonsiegen konnte in der Frauenklasse sogar die Gesamtwertungen im German Cycling Cup und der Jedermann Champions Wertung gefeiert werden. Challenge-Magazin.com sprach mit Teamleiter und Hauptsponsor Markus Adam über die erste Saison und weitere Ziele.

1)    Wie ist die Idee entstanden ein Jedermannteam zu gründen?

Im Jahr 2008 bin ich das erste Mal mit Freunden und Geschäftspartnern bei Jedermann-Rennen im Merkur Druck-Trikot an den Start gegangen. Die Begeisterung war groß und der Radsport hat uns schnell in seinen Bann gezogen. In den Folgejahren 2009 und 2010 stand noch die eigene Freude am Rennradfahren im Vordergrund. In dieser Zeit hat die Idee von unserem RaceTeam mehr und mehr Konturen angenommen und der Entschluss stand fest, das Merkur Cycling Team als Werbebotschafter die Merkur Druck GmbH zu nutzen.

2)    Gleich im ersten Jahr kann das Team auf beachtliche Erfolge zurückblicken. War der Erfolg von Beginn an geplant oder waren Sie selber etwas überrascht?

Wir würden lügen, wenn wir nicht überwältigt gewesen wären. Erfolg ist nicht planbar, aber man kann eine Menge dafür tun. Im September 2010 wurde extra ein Casting mit über 400 Bewerbern durchgeführt und die Strukturen für ein Top-Team in der Jedermannszene geschaffen. Zwölf Teammitglieder erhielten eine perfekte Ausstattung und eine Rund-um-Betreuung bei Trainingslagern und Renneinsätzen. Das war bisher einmalig in Deutschland. Und genau das war unser Erfolgsgeheimnis. Darauf sind wir stolz.

3)    Wie lang ist Sponsoring des Jedermannteams geplant? Gibt es da bereits konkrete Überlegungen?

Unser Sponsoring ist langfristig angelegt. Bei allen bisherigen Investitionen und Mühen würde alles andere keinen Sinn ergeben. Wir konnten mit weiteren Co-Sponsoren Verträge abschließen, die gemeinsam mit der Merkur Druck GmbH die wirtschaftliche Basis für die Zukunft sichern. Für die Ernsthaftigkeit und Seriosität unserer Projekte steht unsere neu gegründete Vermarktungsgesellschaft Merkur Sports GmbH, mit der wir auch im Sportmarketingbereich in Zukunft neue Wege beschreiten wollen.

4)    Wie sehen Sie den Werbewert Ihres Jedermannteams? Lohnt sich ein Sponsoring aus wirtschaftlicher Sicht oder sehen Sie sich eher als ein Mäzen des Hobbyradsports?

Sponsoring ist heutzutage kein Mäzenatentum mehr. Das Jedermannteam bietet eine interessante Präsentationsplattform für die Merkur Druck GmbH als Namensgeber als auch für unsere Co-Sponsoren. In der nächsten Saison werden wir das noch weiter nutzen. Sowohl in der PR-Kommunikation als auch mit Aktivitäten rund um unsere Renneinsätze zum Beispiel mit unserem SportTeam.

5)    Beim Deutschland-Grand-Prix in Bad Saulgau waren Sie selber beim Teamzeitfahren unterwegs. Was war es führ ein Gefühl selber an einen Jedermannrennen teilzunehmen und dabei sogar mit Tobias Steinhauser und Jan Ullrich in einer Mannschaft zu fahren?

An großen Jedermann-Radrennen und Laufveranstaltungen nehme ich schon seit 2008 teil. Es ist jedes Mal aufs Neue faszinierend mit tausenden Sportlern am Start zu stehen und diese berauschende Atmosphäre zu erleben. Aber an der Seite von großen und sympathischen Sportlern, wie Jan Ullrich und Tobias Steinhauser, in die Pedale zu treten war ein einmaliges Erlebnis.

6)    Beate Zanner war sicher die Galionsfigur 2011. Doch auch Arila Kaiser konnte sich oft gut in Szene setzen. In der Teamaufstellung 2012 wird Beate Zanner bisher als einzige Frau genannt, während sich die Mannschaft im Männerbereich weiter verstärkt hat. Gibt es 2012 tatsächlich nur eine Frau im Team?

Was Beate geleistet, ist großartig. Zehn Siege in zehn Wertungsrennen sprechen eine eindeutige Sprache. Eine starke Teamkollegin für Beate würde dem Team sicherlich gut zu Gesicht stehen. Was das angeht, haben wir unsere Gespräche noch nicht ganz abgeschlossen. Vielleicht zaubern wir noch eine Überraschung aus dem Hut. Aber das hat keine Priorität. Wer den German Cycling Cup gewinnen will, muss erst ein Mal schneller sein als Beate. Wir sind gespannt auf Ihre Rennen in 2012.

7)    Die Vorbereitungen für die neue Saison laufen ja bereits auf Hochtouren. Welche Ziele stehen 2012 besonders im Focus des Teams?

Wir wollen genau da weiter machen, wo wir in 2011 aufgehört haben. Unser großes Ziel ist der Gewinn des German Cycling Cups. Um das zu erreichen, haben wir uns sportlich verstärkt. Gleichzeitig garantieren wir allen Teammitgliedern die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wettkampfjahr 2012. Die Fahrer erhalten das beste Material und werden von Ex-Radprofi Enrico Poitschke trainingsmethodisch betreut. Bevor wir die ersten Rennen bestreiten, werden wir noch zwei Mal, im Februar und März jeweils eine Woche lang, auf Mallorca trainieren. Beim Auftakt am Ostermontag beim Radklassiker Rund um Köln kommt es zur ersten Standortbestimmung. Mit Patrick Lichan und unserem Neuzugang Daniel Knyss haben wir die Gesamtzweiten des German Cycling Cups der vergangenen beiden Jahre in unseren Reihen. Das wird uns noch stärker machen, da wir schwerer auszurechnen sind. Beide können ganz nach vorne fahren. Aber bis Köln gibt es noch viel zu tun. Die anderen Top-Teams schlafen schließlich auch nicht. Wir freuen uns auf eine ereignisreiche und hoffentlich unfallfreie Saison.

 

Quelle: www.challenge-magazin.com